Browser ID

Viele Web-Seiten versuchen zu ermitteln, welche Platform und welchen Browser Sie nutzen, um eine spezielle Version der Seite auszuliefern, die für diese Platform und/oder Browser "optimiert" wurde. Leider werde hier oft nur die 2-3 populärsten Browser berücksichtigt. Und oft bekommt man auf Smart-Phones und Tablets nur eine abgespeckte mobile Version der Seite zu sehen. Das Ändern der Browser ID hilft in diesen Fällen, der Webseite vorzugaukeln, dass man einen anderen Browser nutzt, um so dann eine andere passendere Version der Seite zu bekommen.

Allerdings sollte man mit der Änderung der Browser ID vorsichtig sein, denn wenn man durch Ändern der ID eine Webseite "überreden" kann, besser zu funktionieren, kann man durch Wahl einer "falschen" ID auch die Funktion einer Seite verschlechtern.

Daher ist es im Allgemeinen besser, als Standard-Browser ID weiterhin "Safari (iPad)" oder "Safari (Mac)" auf dem iPad und "Safari (iPhone)" auf einem iPhone zu nutzen, und nur wenn unbedingt nötig, eine andere ID nutzen.

iCab erlaubt es, die Standard-ID für alle Seiten einzustellen, sowie auch für bestimmte Seiten eine eigene, die iCab dann automatisch einstellt.

Für denn Fall, dass ganz spezifische Browser IDs benötigt werden, die nicht in iCab Mobile gelistet sind, können diese auch selbst definiert werden.

Sicherheit

Über die Option HTTPS anstatt HTTP verwenden wird versucht, unsichere Verbindung über "http" auf eine sichere verschlüsselte Verbindung über "https" umzustellen. Normalerweise ist das unproblematisch, theoretisch kann das aber auch schief gehen, so dass man diese Option auch abschalten kann.

Die Option Alte TLS-Protokolle erlauben ermöglicht es, dass auch noch Verbindungen mit veralteter Verschlüsselung unterstützt werden. Veraltete Verschlüsselung kann potentiell unsicher sein, und sollte heute nicht mehr genutzt werden. Einige wenige Webseiten mögen aber immer noch darauf angewiesen sein. Schaltet man diese Option ab, lassen sich diese Webseiten dann nicht mehr aufrufen.

Proxy

Über die Proxy-Einstellung lässt sich ein Proxy-Server eintragen, über den dann alle Verbindungen laufen. Unterstützt werden normale HTTP/HTTPS- sowie SOCKS-Proxies.

Es lässt sich auch eine Ausnahmeliste von Domains angeben. Wahlweise werden ausschließlich die Domains aus der Liste über den Proxy umgeleitet, oder alle Domains außer den aus der Liste.

Web-Speicher

Über die Web-Speicher-Einstellungen kann man die Daten (Caches, Cookies, Web-Speicher) einsehen, die Webseiten im Browser gespeichert haben, und diese ggfs. auch manuell löschen.

Speziell für Cookies werden auch noch Filter angeboten, um festzulegen, welche Cookies akzeptiert oder blockiert werden, und auch Cookies explizit zu behalten, wenn pauschal alle gelöscht werden (z.B. im Rahmen des Private-Modus). Das explizite Behalten von Cookies kann sinnvoll sein, wenn man regelmäßig Cookies löschen lässt, aber man z.B. den Loginstatus häufig besuchter Webseiten nicht verlieren möchte (der in einem Cookie gespeichert wird).

Downloads

Das Herunterladen von Dateien kann wahlweise erst durch eine Bestätigung erfolgen, um ungewollte Downloads zu vermeiden, falls man Web-Seiten besucht, die automatisch Downloads starten. Da das aber eher selten passiert, reicht es in der Regel, wenn man sich nur über gestartete Downloads benachrichtigen lässt, um so keinen Download zu verpassen.

Alle heruntergeladenen Dateien können in der App so gespeichert werden, dass diese über iTunes oder dem Finder auf PC oder Mac kopiert werden können. Alternativ können die Dateien auch so gespeichert werden, dass sie von anderen Apps aus über die Dateiverwaltung des iOS erreichbar sind. Bei beiden Optionen sind die Dateien auch über die Dateien-App des iOS zugänglich. Und man kann Downloads auch komplett privat halten, so dass diese gar nicht vor anderen App oder einem PC oder Mac zugänglich sind. Einstellbar ist dies alles über die Option Zugriff auf Downloads

Die Option Download ins Backup aufnehmen sorgt dafür, dass alle neu heruntergeladenen Dateien in ein iTunes oder iCloud-Backup mit aufgenommen werden. Standardmäßig werden Downloads vom iOS nämlich nicht in Backups mit aufgenommen.

Normal gestartete Downloads werden durch iCab Mobile selbst durchgeführt und haben den Vorteil, dass diese im Kontext der jeweiligen Webseite gestartet werden und so auch auf alle Informationen der Webseite zugreifen können. Allerdings hat das den Nachteil, dass das iOS Apps im Hintergrund suspendiert und so beim Verlassen von iCab Mobile noch laufende Downloads gestoppt werden. Bei den meisten Downloads ist das kein Problem, da diese schnell beendet sind. Aber bei großen Dateien kann das zum Problem werden, da die Wahrscheinlichkeit groß ist, das man die App verlässt, bevor der Download beendet wird.
Die Option Hintergrund-Downloads erzwingen sorgt dafür, dass der Download nicht mehr durch iCab selbst durchgeführt wird, sondern an das iOS selbst übergeben wird. Das iOS führt den Download dann im Auftrag von iCab Mobile durch und kann diesen dadurch auch fortsetzen, wenn iCab Mobile gar nicht mehr aktiv ist. Da das iOS aber nicht Zugriff auf den Kontext der jeweiligen Webseite hat, kann es in wenigen Fällen passieren, dass der Download im Hintergrund deswegen nicht funktioniert. Allerdings sollte das nur sehr selten auftreten, z.B. wenn eine Webseite den Download explizit künstlich beschränkt (z.B. nur Nutzern mit Abo erlaubt).

Die Einstellungen für die Download Dateitypen erlaubt es festzulegen, welche Dateien iCab herunterladen soll und welche nicht. Dabei lassen sich Regeln für Dateiendungen sowie für den MIME-Type definieren. In der Regel funktioniert die Automatik gut, aber da nicht alle Webseiten für Dateien den korrekten Dateitype (MIME-Type) oder Dateiendung angeben, kann es auch passieren, dass eine Datei angezeigt wird, die eigentlich heruntergeladen werden soll.